Prekariat

by COR

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about

- 10 Track Album
- Release am 28. Sep. 2007
- alle Titel von COR
- aufgenommen und produziert im "Rosenquarz" Studio - Lübeck / von Michael Hahn, Andreas Libera & COR
- Record-Label: Rügencore Records

credits

released September 28, 2007

tags

license

all rights reserved

about

COR Bergen Auf Rügen, Germany

Kompromisslos, gradlinig und eigen. Kein Verstecken hinter Metaphern oder Pathos. Kein Einheitssound oder auf Kraft massenkompatibel produziert. Kein in Stellung gebrachter Nachfolger für die Chartbreaker von heute. Hier gibt es für den Mainstream ein Kontra. Politisch engagiert und dem DIY Gedanken zugetan. Musik aus Liebe zur Musik und aus Liebe zu einem selbstbestimmten Leben. COR ... more

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Track Name: Bedeutungslosigkeit
Wenn man etwas verliert an dem man
hängt, ist es sehr schmerzhaft!
Verliert man etwas, dass einem
Schmerzen bereitet, so ist es eine Befreiung.
Verliert man etwas, dass einem
nichts bedeutet, so ist es egal.
Was aber ist wenn einem das Leben
nichts bedeutet?
Ist der Verlust eines unbedeutenden Lebens eine
Befreiung?
Was passiert in einem Leben damit
es zu einem unbedeutenden Leben wird?

Nichts passiert!
Ein Leben lang Nichts!
Track Name: Kleiner Mann was nun
Kleiner Mann was nun Es gibt nichts mehr zu tun
Maschinen haben dich ersetzt Zeit ist an dir vorbei gehetzt
Sie ließ dich einfach stehen In einem toten Leben
Kleiner Mann was nun? Umsonst ist all dein Sein und dein Bemühen

Was braucht der Mensch zum Leben, die Hoffnung braucht er
und das Brot
Die Hoffnung streichelt die Seele, das Brot gibt Lebenskraft
dazu
Was braucht der Mensch zum Sterben, Gewißheit dass er
wertvoll war
Die Liebe seiner Nächsten weil er die Hoffnung weitergab

Was bleibt von einem Menschen wenn er nicht lebt noch
sterben kann
Weil ihn der Herr der neuen Zeit zum vegetieren verdammt
Was macht den Mensch zum Menschen, die Liebe die er geben
kann
Sie wärmt ihn wie ein Feuer durchbricht den stärksten Bann

Was macht den Mensch zum Menschen, das Leid das erträgt
Die Schlacht in seinem Herzen die er täglich schlägt
Was bleibt von einem Menschen wenn er nicht liebt noch
leiden kann
Weil ihn der Herr der neuen Zeit zum vegetieren verdammt

Was ist das für ein Mensch Der keine Hoffnung hat,
Der weder liebt noch Leid erträgt Nicht Leben und nicht sterben kann
Track Name: Viehmarkt
Es geht wieder los auf dem Viehmarkt, nur Vieh trägt
Nummern!

Sein Leben ist zu wertlos, um einen Namen zu tragen zu
unbedeutend und zu klein!

Es wird geboren, großgezogen und am Leben gehalten und steht
für diese Leistung ein Leben lang in ihrer Schuld! Und damit es die Schuld nie
vergißt wird sie ihm wieder und wieder eingeimpft!

Ich bin wie Vieh!

Auch ich bekomme meine Schuld eingeimpft!

Gift in Raten, fein dosiert, Monat für Monat, lähmt es das
Hirn, legt sich wie ein Schatten auf jeden Gedanken, auf jede Regung, auf jeden
freien Willen! Es kriecht durch unsere Körper, vergiftet unsere Behausungen,
zerstört unsere Bindungen und höhlt das Leben aus!

Jedes dieser Leben ist gleich, man kann sie tauschen und
verschieben, niemand würde es merken!

Eine leere Hülle gegen eine andere! Tausche Einsamkeit gegen
das Allein sein!

(bitteres Lachen)

In bestimmten Abständen landet das Vieh auf dem Markt! Es
wird geschätzt, bewertet, sein Zustand dokumentiert!

Wohnt etwa in einem von ihnen ein Hauch von Selbständigkeit?

Ist es zu lethargisch geworden, um selbst ständig zu
vegetieren?

Dann werden Maßnahmen getroffen, die Dosis Gift erhöht oder
etwas gesenkt!

Sie müssen die Kontrolle behalten, sie müssen, sie müssen

Ihre Verwaltungen sind leicht zu finden!

Es sind immer die mächtigsten und modernsten Häuser in der
Stadt um dem Bittsteller zu zeigen wie unbedeutend und altmodisch er selbst
ist! Schon vom Anblick dieser Gebäude sollen die Knie schlottern und ein
Unrechtsbewußtsein geweckt werden!

Bin ich wirklich schuldlos hier?

Bin ich würdig die Hilfe der Mächtigen anzunehmen?

Bin ich würdig?
Track Name: Ungerecht
In Demut In Armut Ein Leben für andre
In Fleiß Und Geduld Wie ein Sklave behandelt
Am Fließband Auf Nachtschicht Gewinn eingebracht
Auf dem Bau Im Büro 50 Jahre verbracht
Für Kinder Die Zukunft Auch Krankheit ertragen
Für Treiber Für Schinder Die nie Danke sagen
Die Träume Die Hoffnung Im Schweiß ertränkt
Jede Phase des Lebens Von oben gelenkt

Kein Wert entehrt bekommt den Tritt
Verbraucht verkauft der Lebenskraft beraubt

Das ist Ungerecht

In Angst und in Furcht vor der Nutzlosigkeit
Den eigenen Wert stets in Frage gestellt
Geputzt und gewartet den Reichtum der andern
In Ehrfurcht erstarrt vor der Macht dieser Götter
Mit Kraft mit Gesundheit den Wohlstand bezahlt
Den Aufschwung den Luxus der nie für dich war
Den Acker bestellt die Arbeit gemacht
Profit abgeliefert mit Schlägen bezahlt

Kein Wert entehrt bekommt den Tritt
Verbraucht verkauft der Lebenskraft beraubt

Das ist ungerecht
Ungerechtigkeit die zu Himmel stinkt und schreit
Track Name: Segeln
Segeln über das Meer mach’ die Leinen los und weg von hier
Segeln ohne Wiederkehr was war ist tot liegt hinter mir
Segeln über die offene See jede Welle trägt mich weg von
hier
Segeln ohne Wiederkehr was war ist tot liegt hinter mir

Tage der Unlust hab ich hier verbracht es ist einfach Zeit
hier zu gehen
Keine Liebe die wärmt keine Sonne die lacht jede Sekunde tut
weh
Früher war dies hier die bessere Welt die Suche verschlang
meine Kraft
Dann hab ich gefunden und musste erkennen das mir hier wie
überall war

Die Freiheit wohnt in der Hoffnung auf Neues den Träumen von
denen ich zerre
Sie malt neue Bilder erschafft neue Ziele und pflanzt mir
Fernweh ins Herz
Und so nähern sich rasend die Tage die Abschied zu Glück
werden lassen
Ich stehe am Meer und ich spüre die Wellen die mich bis zum
Horizont tragen

Ich hoffe so sehr und ich wünsche mir dass die Hoffnung dort
Wirklichkeit wird
Das die ewige Suche die mich ermüdet in das lang ersehnte
mich führt
Die salzige Luft füllt mir die Lungen das Herz ist zur
Trennung bereit
Ich betrete das Schiff in die neue Welt die Reise ist endlos

Ich weiß!